tirsdag 14. april 2009
Hier seht ihr ein Bild von meinem neuen Heim. Ein süsses kleines Reihenhäuschen mit Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Kochecke und Holzofen (ne elektrische Heizung gibt es aber auch), Bad, kleiner Abstellkammer, Veranda und Garage (in der im Moment kein Platz für mein Auto ist). Die Wohnung war voll möbliert mit geliehenen Möbeln von der Gemeinde, aber die meisten Möbel müssen bis Ende April raus (in eine andere Wohnung). Ein Teil ist schon raus und der Rest wird nächste Woche abgeholt. Ich war letzte Woche Möbel shoppen und richte mich jetzt nach und nach ein.

Hallo zusammen!
Jetzt hat der Frühling auch uns hier im Norden erreicht. Ostern hatten wir fast die ganze Zeit tolles Wetter mit bis zu 17 °C. Nur auf den Bergen liegt noch Schnee, ansonsten ist es jetzt trocken und schön. Ich habe am Freitag eine Tour zur nächsten Insel gemacht und das Wetter und die Natur dort genossen. Kaum zu glauben, dass die erste Anschaffung, die ich für meinen neuen Haushalt gemacht habe, eine Schneeschaufel war...
Die Theatergruppe hatte letzte Woche Aufführung und ich war hinter den Kulissene mit dabei. Es gab 2 Vorstellungen, eine nachmittags und eine abends. Beide waren rappelvoll, das Publikum hat sich amüsiert und die Schauspieler waren echt gut. Anschließend gabs dann eine Party für die Theatergruppe. Sehr feucht und sehr fröhlich... Wir haben uns jedenfalls gut amüsiert.
Über die Ostertage war ich ansonsten ziemlich faul und habe es genossen, auszuschlafen und die Seele baumeln zu lassen.
Heute habe ich dann einen Grossteil der Waren bekommen, die ich für den Museumsladen bestellt hatte.
Meine neuen Möbel habe ich allerdings leider nicht bekommen, die kommen erst nächste Woche. So lange muss ich noch ohne Bücherregal und ohne Schreibtisch auskommen. Naja, Stühle, Tisch, Bett und Sofa habe ich ja (von der Kommune geliehen), es geht also auch so. Aber ich freue mich schon darauf, endlich eigene Möbel zu haben, mal ganz davon abgesehen, daß ich im Moment eindeutig zu wenig Stauraum habe. Ansonsten ist es natürlich klasse, dass ich mich nach und nach einrichten kann und nicht alles auf einmal kaufen muss.
Also, ich hoffe, ihr hattet schöne Ostern,
liebe Grüße
Anna
Jetzt hat der Frühling auch uns hier im Norden erreicht. Ostern hatten wir fast die ganze Zeit tolles Wetter mit bis zu 17 °C. Nur auf den Bergen liegt noch Schnee, ansonsten ist es jetzt trocken und schön. Ich habe am Freitag eine Tour zur nächsten Insel gemacht und das Wetter und die Natur dort genossen. Kaum zu glauben, dass die erste Anschaffung, die ich für meinen neuen Haushalt gemacht habe, eine Schneeschaufel war...
Die Theatergruppe hatte letzte Woche Aufführung und ich war hinter den Kulissene mit dabei. Es gab 2 Vorstellungen, eine nachmittags und eine abends. Beide waren rappelvoll, das Publikum hat sich amüsiert und die Schauspieler waren echt gut. Anschließend gabs dann eine Party für die Theatergruppe. Sehr feucht und sehr fröhlich... Wir haben uns jedenfalls gut amüsiert.
Über die Ostertage war ich ansonsten ziemlich faul und habe es genossen, auszuschlafen und die Seele baumeln zu lassen.
Heute habe ich dann einen Grossteil der Waren bekommen, die ich für den Museumsladen bestellt hatte.
Meine neuen Möbel habe ich allerdings leider nicht bekommen, die kommen erst nächste Woche. So lange muss ich noch ohne Bücherregal und ohne Schreibtisch auskommen. Naja, Stühle, Tisch, Bett und Sofa habe ich ja (von der Kommune geliehen), es geht also auch so. Aber ich freue mich schon darauf, endlich eigene Möbel zu haben, mal ganz davon abgesehen, daß ich im Moment eindeutig zu wenig Stauraum habe. Ansonsten ist es natürlich klasse, dass ich mich nach und nach einrichten kann und nicht alles auf einmal kaufen muss.
Also, ich hoffe, ihr hattet schöne Ostern,
liebe Grüße
Anna
lørdag 28. mars 2009
Hallo zusammen,
so, die Woche ist auch überstanden. Es hat zwar auch viel Spass gemacht, aber jetzt freue ich mich, dass Wochenende ist. Ich hatte zwei Treffen am Abend wegen einer Ausstellung und zwei Proben der Theatergruppe, da war Freitag der einzige freie Abend. Nächste Woche bauen wir die besagte Ausstellung soweit auf udn ausserdem habe ich am 1. April eine Frau eingeladen, die einen Vortrag zu alten Traditionen rund um Ostern halten wird. Ich habe doch etwas Lampenfieber und hoffe, dass ordentlich Leute kommen. Übrigens ist es in Norwegen ebenfalls Tradition, am 1. April anderen Streiche zu spielen. Da muss ich mir dringend noch was einfallen lassen...
Hier ist es üblich, bei allen möglichen Gelegenheiten Verlosungen zu verantsalten. Alles von einer Flasche Wein beim gemeinsamen Kaffeetrinken, über Kleinigkeiten bei Vereinstreffen zu einer ganzen Reihe von Preisen bei Schulveranstaltungen ist möglich. Ich werde also auch etwas verlosen. Der Hauptpreis steht schon fest. Ein grooosses Paket mit Schleife und allem drum und dran und einem Ei drin. Ich weiss leider nicht, ob es üblich ist, bei einem Aprilscherz etwas bestimmtes zu sagen, aber da wird mir bestimmt jemand weiterhelfen.
So, ich werde jetzt das tolle Wetter geniessen und einen Spaziergang machen.
Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende
Anna
so, die Woche ist auch überstanden. Es hat zwar auch viel Spass gemacht, aber jetzt freue ich mich, dass Wochenende ist. Ich hatte zwei Treffen am Abend wegen einer Ausstellung und zwei Proben der Theatergruppe, da war Freitag der einzige freie Abend. Nächste Woche bauen wir die besagte Ausstellung soweit auf udn ausserdem habe ich am 1. April eine Frau eingeladen, die einen Vortrag zu alten Traditionen rund um Ostern halten wird. Ich habe doch etwas Lampenfieber und hoffe, dass ordentlich Leute kommen. Übrigens ist es in Norwegen ebenfalls Tradition, am 1. April anderen Streiche zu spielen. Da muss ich mir dringend noch was einfallen lassen...
Hier ist es üblich, bei allen möglichen Gelegenheiten Verlosungen zu verantsalten. Alles von einer Flasche Wein beim gemeinsamen Kaffeetrinken, über Kleinigkeiten bei Vereinstreffen zu einer ganzen Reihe von Preisen bei Schulveranstaltungen ist möglich. Ich werde also auch etwas verlosen. Der Hauptpreis steht schon fest. Ein grooosses Paket mit Schleife und allem drum und dran und einem Ei drin. Ich weiss leider nicht, ob es üblich ist, bei einem Aprilscherz etwas bestimmtes zu sagen, aber da wird mir bestimmt jemand weiterhelfen.
So, ich werde jetzt das tolle Wetter geniessen und einen Spaziergang machen.
Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende
Anna
søndag 22. mars 2009
Ach ja, nachdem es jetzt zwei Wochen nicht geschneit hat und auch über null Grad war (dafür gabs einiges an Regen und Hagel), schneit es seit gestern wieder. Heute war ein richtig schöner Wintertag. Den ich vom Sofa aus genossen habe. Gestern war hier nämlich ein Fest und da ist es mit Live-Musik (leider hauptsächlich eher für die ältere Generation), traditionellem, leckerem Essen und etwas zuviel Aquavit (hat bei dem Gericht auch Tradition, musste deshalb mit) doch etwas später geworden.
Es gab einige traditionelle Fischgerichte (wie gesagt, mit ordentlich Aquavit dazu). Vom Alter her waren die Gäste sehr gemischt, mit einer leichten Überzahl von Leuten im Rentneralter. Ich habe aber auch einige neue Leute in meinem Alter (besser) kennengelernt und es war insgesamt ein echt schöner Abend. Ich habe festgestellt, dass man hier auch mit Rentnern prima feiern kann...
Ich habe mich inzwischen auf der Arbeit ganz gut eingelebt und arbeite derzeit mit drei bis vier Projekten gleichzeitig (neben dem täglichen Betrieb, der aber im Moment noch nicht sehr umfangreich ist). Das ist zwar teilweise stressig, macht mir aber einen Riesenspaß.
Letzte Woche hatten wir ein Regionstreffen, bei dem ich weitere Kollegen kennengelernt habe. Ich finde es prima, dass wir relativ häufig Meetings haben, auch wenn man dafür immer eine Weile fahren muß, weil die einzelnen Abteilungen (Museen) zum Teil recht weit auseinander liegen. Aber ich habe schon festgestellt, dass eine gute Kommunikation und ein regelmäßiger Austausch unheimlich wichtig sind, wenn man ansonsten alleine arbeitet. Gerade persönliche Treffen tragen viel zur Motivation bei und man kann viel daraus mitnehmen. Außerdem machen sie auch viel Spaß und es ist nett, die Kollegen besser kennen zu lernen.
Allmählich lerne ich auch privat mehr Leute kennen. Es dauert ja immer ein Weilchen, bis man sich einen Freundeskreis aufgebaut hat, aber der Anfang sieht schon mal ganz viel versprechend aus. Nächste Woche werde ich vermutlich maximal einen Abend zu Hause sein (wenn überhaupt), auch wenn ich zugeben muss, dass ein Abend teilweise Arbeit ist. Wahrscheinlich bin ich am Samstag erstmal erledigt...
So, das war's für heute, neue Bilder folgen bald.
Liebe Grüße
Anna
Es gab einige traditionelle Fischgerichte (wie gesagt, mit ordentlich Aquavit dazu). Vom Alter her waren die Gäste sehr gemischt, mit einer leichten Überzahl von Leuten im Rentneralter. Ich habe aber auch einige neue Leute in meinem Alter (besser) kennengelernt und es war insgesamt ein echt schöner Abend. Ich habe festgestellt, dass man hier auch mit Rentnern prima feiern kann...
Ich habe mich inzwischen auf der Arbeit ganz gut eingelebt und arbeite derzeit mit drei bis vier Projekten gleichzeitig (neben dem täglichen Betrieb, der aber im Moment noch nicht sehr umfangreich ist). Das ist zwar teilweise stressig, macht mir aber einen Riesenspaß.
Letzte Woche hatten wir ein Regionstreffen, bei dem ich weitere Kollegen kennengelernt habe. Ich finde es prima, dass wir relativ häufig Meetings haben, auch wenn man dafür immer eine Weile fahren muß, weil die einzelnen Abteilungen (Museen) zum Teil recht weit auseinander liegen. Aber ich habe schon festgestellt, dass eine gute Kommunikation und ein regelmäßiger Austausch unheimlich wichtig sind, wenn man ansonsten alleine arbeitet. Gerade persönliche Treffen tragen viel zur Motivation bei und man kann viel daraus mitnehmen. Außerdem machen sie auch viel Spaß und es ist nett, die Kollegen besser kennen zu lernen.
Allmählich lerne ich auch privat mehr Leute kennen. Es dauert ja immer ein Weilchen, bis man sich einen Freundeskreis aufgebaut hat, aber der Anfang sieht schon mal ganz viel versprechend aus. Nächste Woche werde ich vermutlich maximal einen Abend zu Hause sein (wenn überhaupt), auch wenn ich zugeben muss, dass ein Abend teilweise Arbeit ist. Wahrscheinlich bin ich am Samstag erstmal erledigt...
So, das war's für heute, neue Bilder folgen bald.
Liebe Grüße
Anna
Hallo Leute,
nach einigem Warten habe ich nun endlich meine eigene kleine Wohnung und soagr Internet und Telefon!
Äh, und ein schlechtes Gewissen, weil ich so lange nichts mehr geschrieben habe...aber ich gelobe Besserung.
Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch, die nächsten werden es vermutlich auch, aber ich will versuchen, zumindest regelmäßig ein wenig zu schreiben.
Liebe Grüße an alle
nach einigem Warten habe ich nun endlich meine eigene kleine Wohnung und soagr Internet und Telefon!
Äh, und ein schlechtes Gewissen, weil ich so lange nichts mehr geschrieben habe...aber ich gelobe Besserung.
Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch, die nächsten werden es vermutlich auch, aber ich will versuchen, zumindest regelmäßig ein wenig zu schreiben.
Liebe Grüße an alle
tirsdag 17. februar 2009
Hallo zusammen,
ich wollte ja noch kurz was zur Wohnungssituation schreiben. Im Moment kann ich in einer (sogar spärlich möblierten) Wohnung wohnen, die eigentlich zum Krankenhaus/Altenheim gehört. Die haben da ein Haus mit Wohnungen für betreutes Wohnen. In dem Haus ist auch eine Wohnung, die z.B. für Vertretungsärzte oder so gedacht war und in der darf ich erst mal wohnen. Es gibt zwar zwei freie Wohnungen (die der Gemeinde gehören), aber die sind riesig gross. Da könnte ich mich locker mit meinem Echo unterhalten...
Aber im Laufe des Februars (also Ende Februar) wird eine kleinere Gemeindewohnung frei und die kann ich haben. Die hat den Vorteil, dass sie spottbillig und möbliert ist (ich bin ja ohne Möbel umgezogen). Damit brauche ich keine Zeit und Energie in die Wohnungssuche stecken, sondern kann mich erstmal einleben. Später kann ich ja immer noch umziehen - und dann mit etwas mehr Geld in der Tasche Möbel und so anschaffen.
Es ist natürlich super, dass ich übergangsweise in der Krankenhaus-wohnung bleiben kann, aber ich freue mich auch darauf, endlich richtig einziehen zu können!
Beide Wohnungen liegen übrigens in bequemer Gehreichweite zur Arbeit.
So, das war`s für heute, schönen Feierabend euch allen
Anna
ich wollte ja noch kurz was zur Wohnungssituation schreiben. Im Moment kann ich in einer (sogar spärlich möblierten) Wohnung wohnen, die eigentlich zum Krankenhaus/Altenheim gehört. Die haben da ein Haus mit Wohnungen für betreutes Wohnen. In dem Haus ist auch eine Wohnung, die z.B. für Vertretungsärzte oder so gedacht war und in der darf ich erst mal wohnen. Es gibt zwar zwei freie Wohnungen (die der Gemeinde gehören), aber die sind riesig gross. Da könnte ich mich locker mit meinem Echo unterhalten...
Aber im Laufe des Februars (also Ende Februar) wird eine kleinere Gemeindewohnung frei und die kann ich haben. Die hat den Vorteil, dass sie spottbillig und möbliert ist (ich bin ja ohne Möbel umgezogen). Damit brauche ich keine Zeit und Energie in die Wohnungssuche stecken, sondern kann mich erstmal einleben. Später kann ich ja immer noch umziehen - und dann mit etwas mehr Geld in der Tasche Möbel und so anschaffen.
Es ist natürlich super, dass ich übergangsweise in der Krankenhaus-wohnung bleiben kann, aber ich freue mich auch darauf, endlich richtig einziehen zu können!
Beide Wohnungen liegen übrigens in bequemer Gehreichweite zur Arbeit.
So, das war`s für heute, schönen Feierabend euch allen
Anna
mandag 16. februar 2009
Hallo alle miteinander!
Da ich zur Zeit nur nach der Arbeit im Büro ins Internet komme, werden meine Einträge hier wohl zunächst noch mit etwas grösseren Zeitabständen zustande kommen. Aber zumindest habe ich hier auch noch ein paar Bilder.
An der Küste Helgelands (das ist der Landkreis) herrscht der Schnee. Soviel Schnee hat es laut meiner Nachbarin seit 1966 nicht mehr gegeben. Das Wetter ist eigentlich ungewöhnlich, weil hier der Schnee normalerweise nicht liegenbleibt. Was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet, dass er schmilzt. Es gibt das norwegische Wort fokk, was laut meinem Wörterbuch stürmisches Wetter beschreibt, in dem etwas in grösseren Menschen vom Wind aufgewirbelt wird und durch die Luft treibt (z.B. Schnee). Da wirds dann richitg ungemütlich. Jedenfalls ist das Wetter im Moment eigentlich voll cool, nur zum Auto fahren nicht so schön. Aber mein Kleiner schlägt sich tapfer und gleitet ganz hervorragend. Die Lichtmaschine konnte mit einfachen Mitteln (sprich: nicht teuer) ausgebessert werden und ich hoffe das beste. Glücklicherweise brauche ich hier im täglichen Leben gar nicht so oft ein Auto. Nur, wenn ich irgendwo anders hin will, geht eben ohne Auto nix. Unten seht ihr noch ein Panorama-bild, aufgenommen von der Hauptstrasse aus. Es gibt hier eine Hauptstrasse und ansonsten nur ganz kleine Strässchen. Aber die meisten sind asphaltiert...
Das nächste Bild habe ich aus meinem Bürofenster gemacht. Ohne das Fenster vorher zu öffnen (deutlich zu sehen an der Spiegelung unten links im Bild).
Da ich zur Zeit nur nach der Arbeit im Büro ins Internet komme, werden meine Einträge hier wohl zunächst noch mit etwas grösseren Zeitabständen zustande kommen. Aber zumindest habe ich hier auch noch ein paar Bilder.
An der Küste Helgelands (das ist der Landkreis) herrscht der Schnee. Soviel Schnee hat es laut meiner Nachbarin seit 1966 nicht mehr gegeben. Das Wetter ist eigentlich ungewöhnlich, weil hier der Schnee normalerweise nicht liegenbleibt. Was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet, dass er schmilzt. Es gibt das norwegische Wort fokk, was laut meinem Wörterbuch stürmisches Wetter beschreibt, in dem etwas in grösseren Menschen vom Wind aufgewirbelt wird und durch die Luft treibt (z.B. Schnee). Da wirds dann richitg ungemütlich. Jedenfalls ist das Wetter im Moment eigentlich voll cool, nur zum Auto fahren nicht so schön. Aber mein Kleiner schlägt sich tapfer und gleitet ganz hervorragend. Die Lichtmaschine konnte mit einfachen Mitteln (sprich: nicht teuer) ausgebessert werden und ich hoffe das beste. Glücklicherweise brauche ich hier im täglichen Leben gar nicht so oft ein Auto. Nur, wenn ich irgendwo anders hin will, geht eben ohne Auto nix. Unten seht ihr noch ein Panorama-bild, aufgenommen von der Hauptstrasse aus. Es gibt hier eine Hauptstrasse und ansonsten nur ganz kleine Strässchen. Aber die meisten sind asphaltiert...
mandag 9. februar 2009
Hallo zusammen,
ich bin gluecklich in Vevelstad, Helgeland, Norwegen angekommen.
Fuer alle, die ich im Januar leider nicht mehr sprechen und/oder sehen konnte, an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung:
Ich habe Mitte Dezember meine Zusage vom Helgeland Museum bekommen fuer eine Stelle als stedlig leder (d.h. soviel wie oertlicher Leiter) der Abteilung Vevelstad. Helgeland ist ein Landkreis im fylke (vergleichbar mit Bundesland, aber nagelt mich nicht auf die politischen Rechte usw. fest) Nordland. Viele der (vor allem kleineren) Museen haben sich hier unter einer Dachorganisation zusammen geschlossen, dem Helgeland Museum, das als Stiftung organisert ist. Eines dieser kleinen Museen ist das Vevelstad Bygdetun. Bygdetun wird haeufig mit Heimatmuseum uebersetzt, was nur begrenzt richtig ist, da es sich dabei in der Regel um Freilichtmuseen handelt. Von solchen Bygdetuns gibt es in Norwegen eine ganze Menge. Das in Vevelstad gehoert zwar schon laenger dem Helgeland Museum an, war aber bisher nur mit einer halben Stellung zeitweilig besetzt. 2008 wurden aber die Mittel aufgebracht, eine eigene feste Vollzeitstelle einzurichten.
Diesen Job habe ich nun bekommen, nachdem der erste Wunschkandidat abgesprungen war. Mein Hauptmanko ist die mangelnde Erfahrung, da ich hier doch einen Posten mit einiger Verantwortung habe, der viel Initiative und Selbststaendigkeit verlangt. Aber was waere das Leben schliesslich ohne Herausforderungen...
Angefangen habe ich im Februar und nun ist die erste Woche auch schon rum.
Aber da die Anreise und vor allem die Umzugsvorbereitungen doch einiges an Zeit und Nerven gekostet haben, sollte ich wohl zunaechst kurz davon berichten.
Mo, 19.1.: Fuehrerscheinpruefung
Do, 22.1.: Autokauf
Fr, 23.1.: Autoanmeldung und Abholung
An dieser Stelle noch einmal ein ganz dickes Dankeschoen an meine Kollegen und Chefs bei Otto! Ohne deren Toleranz und Geduld haette ich es nie geschafft, die Sachen noch erledigt zu bekommen.
Sa, 24.1.: Zimmer streichen
So, 25.1.: Mit diversen Kisten zur Zwischenlagerung nach Bremen gefahren
Mo, 26.1.: Zurueck nach Hamburg, Auto packen, Schluesseluebergabe
Di, 27.1.: Fahrt von Hamburg nach Kiel, dort auf die Faehre nach Oslo
Mi, 28.1.: Ankunft in Oslo gegen 10.00 Uhr, Fahrt auf der E6 Richtung Trondheim. Auf dem Dovregubben bin ich einmal in eine Schneewehe gerutscht und musste den Wagen wieder rausziehen lassen. Das war beim Abbiegen auf einen Rastplatz und ich war schon relativ langsam, es ist also nix weiter passiert. Gluecklicherweise wohnte nebenan auch ein sehr netter Herr mit Traktor, der mich gerettet hat. ;o) Bis nach Trondheim bin ich an dem Tag zwar nicht mehr gekommen, aber immerhin bis etwa 90 km davor. Der Dovregubben ist naemlich ein Berg oder besser eigentlich ein Hochlandgebiet, das zwar zum Skifahren toll sein mag, aber zum Autofahren nicht zu empfehlen ist (saukalt und viel Schnee und Wind).
Do, 29.1.: Weiterfahrt auf der E6 bis Steinkjer (ca. 120 km noerdlich von Trondheim) und von da aus weiter auf dem Rv 17. Da es derzeit etwa von 8.30 - 16.30 Uhr richtig hell ist, habe ich in dieser Zeit kaum Pausen gemacht, sondern versucht, so weit wie moeglich zu kommen. Nebenbei bemerkt: Die Norweger rasen mindestens genau so uebel wie die Deutschen. Vielleicht nicht so schnell (im Schnitt nur etwa 10-20kmh zu schnell), aber dafuer auf kurvigen und teilweise glatten Strassen. Auf denen man nur selten ueberholen kann. Ich habe mich jedenfalls ordentlich unbeliebt gemacht, weil ich max. 10 kmh zu schnell gefahren bin und auf glatten Wegstuecken sogar langsamer als erlaubt. Jedenfalls hatte ich oefter den Fall, dass ein genervter LKW-Fahrer auf einer kurvigen Strasse mit null Sicht bei Schee und nicht gestreuter Fahrbahn an mir vorbeizog, weil ich nur 5 kmh schneller gefahren bin als erlaubt.
Eigentlich wollte ich an dem Tag bis Brønnøysund, aber das habe ich nicht ganz geschafft, weil ich liegengeblieben bin. Mitten in der Wildnis, im Dunkeln, bei leichtem Schneefall ging ploetzlich der Wagen aus. Ganz aus. Nicht mal mehr Warnblinklicht oder auch nur Standlicht gingen. Ich habe es dann noch geschafft, die Karre ca. 2 Meter den Hang hoch zu schieben, an den Strassenrand, damit ich zumindest nicht ganz auf der Strasse stand. Dann habe ich den naechsten Wagen angehalten, der vorbeifuhr und die Leute waren so nett, einen Abschleppdienst aus der naechsten Ortschafft zu rufen. Der brauchte etwas 20 min bis zu mir und dann etwa 30 min zurueck zur Werkstatt, weil er erst eine Moeglichkeit zum wenden finden musste. Mein Wagen ist wirklich an so ziemlich der unguenstigsten Stelle liegen geblieben. Jedenfalls hat der mich zur Werkstatt gefahren und festgestellt, dass was mit der Lichtmaschine nicht in Ordnung war (so `ne Art Wackelkontakt) und deshalb die Batterie leer war. Nachdem er die `ne Weile aufgeladen hatte und auch die Lichtmaschine wieder ging, bin ich dann mit zusammengebissenen Zaehnen weitergefahren und habe es auch bis zum naechsten Motel geschafft.
Fr, 30.1.: Der Wagen sprang an und lief, ich konnte also weiterfahren. Die Faehre nach Vevelstad habe ich natuerlich um etwa 10 Minuten verpasst und musste 1 1/2 Stunden auf die naechste warten, aber so gegen 14.30 Uhr kam ich total erledigt aber gluecklich in Vevelstad an. Hier bin ich dann erstmal zum Gemeindezentrum/Rathaus gegangen und habe mich nach einem Herren erkundigt, mit dem ich vorher per mail Kontakt hatte wegen Unterkunft und so. Im Gemeindezentrum wurde ich erstmal zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Anschliessend hat der rådmann (vermutlich sowas wie Kommunalrat) organisert, dass ich erstmal in einer Wohnung unterkommen kann, die eigentlich zum Krankenhaus gehoert.
Jedenfalls konnte ich mich das Wochenende ueber etwas entspannen und erholen und am Montag, den 2.2. hat mein neuer Job angefangen. Aber dazu, der Auto-Geschichte und zur Wohnungsituation spaeter mehr...
ich bin gluecklich in Vevelstad, Helgeland, Norwegen angekommen.
Fuer alle, die ich im Januar leider nicht mehr sprechen und/oder sehen konnte, an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung:
Ich habe Mitte Dezember meine Zusage vom Helgeland Museum bekommen fuer eine Stelle als stedlig leder (d.h. soviel wie oertlicher Leiter) der Abteilung Vevelstad. Helgeland ist ein Landkreis im fylke (vergleichbar mit Bundesland, aber nagelt mich nicht auf die politischen Rechte usw. fest) Nordland. Viele der (vor allem kleineren) Museen haben sich hier unter einer Dachorganisation zusammen geschlossen, dem Helgeland Museum, das als Stiftung organisert ist. Eines dieser kleinen Museen ist das Vevelstad Bygdetun. Bygdetun wird haeufig mit Heimatmuseum uebersetzt, was nur begrenzt richtig ist, da es sich dabei in der Regel um Freilichtmuseen handelt. Von solchen Bygdetuns gibt es in Norwegen eine ganze Menge. Das in Vevelstad gehoert zwar schon laenger dem Helgeland Museum an, war aber bisher nur mit einer halben Stellung zeitweilig besetzt. 2008 wurden aber die Mittel aufgebracht, eine eigene feste Vollzeitstelle einzurichten.
Diesen Job habe ich nun bekommen, nachdem der erste Wunschkandidat abgesprungen war. Mein Hauptmanko ist die mangelnde Erfahrung, da ich hier doch einen Posten mit einiger Verantwortung habe, der viel Initiative und Selbststaendigkeit verlangt. Aber was waere das Leben schliesslich ohne Herausforderungen...
Angefangen habe ich im Februar und nun ist die erste Woche auch schon rum.
Aber da die Anreise und vor allem die Umzugsvorbereitungen doch einiges an Zeit und Nerven gekostet haben, sollte ich wohl zunaechst kurz davon berichten.
Mo, 19.1.: Fuehrerscheinpruefung
Do, 22.1.: Autokauf
Fr, 23.1.: Autoanmeldung und Abholung
An dieser Stelle noch einmal ein ganz dickes Dankeschoen an meine Kollegen und Chefs bei Otto! Ohne deren Toleranz und Geduld haette ich es nie geschafft, die Sachen noch erledigt zu bekommen.
Sa, 24.1.: Zimmer streichen
So, 25.1.: Mit diversen Kisten zur Zwischenlagerung nach Bremen gefahren
Mo, 26.1.: Zurueck nach Hamburg, Auto packen, Schluesseluebergabe
Di, 27.1.: Fahrt von Hamburg nach Kiel, dort auf die Faehre nach Oslo
Mi, 28.1.: Ankunft in Oslo gegen 10.00 Uhr, Fahrt auf der E6 Richtung Trondheim. Auf dem Dovregubben bin ich einmal in eine Schneewehe gerutscht und musste den Wagen wieder rausziehen lassen. Das war beim Abbiegen auf einen Rastplatz und ich war schon relativ langsam, es ist also nix weiter passiert. Gluecklicherweise wohnte nebenan auch ein sehr netter Herr mit Traktor, der mich gerettet hat. ;o) Bis nach Trondheim bin ich an dem Tag zwar nicht mehr gekommen, aber immerhin bis etwa 90 km davor. Der Dovregubben ist naemlich ein Berg oder besser eigentlich ein Hochlandgebiet, das zwar zum Skifahren toll sein mag, aber zum Autofahren nicht zu empfehlen ist (saukalt und viel Schnee und Wind).
Do, 29.1.: Weiterfahrt auf der E6 bis Steinkjer (ca. 120 km noerdlich von Trondheim) und von da aus weiter auf dem Rv 17. Da es derzeit etwa von 8.30 - 16.30 Uhr richtig hell ist, habe ich in dieser Zeit kaum Pausen gemacht, sondern versucht, so weit wie moeglich zu kommen. Nebenbei bemerkt: Die Norweger rasen mindestens genau so uebel wie die Deutschen. Vielleicht nicht so schnell (im Schnitt nur etwa 10-20kmh zu schnell), aber dafuer auf kurvigen und teilweise glatten Strassen. Auf denen man nur selten ueberholen kann. Ich habe mich jedenfalls ordentlich unbeliebt gemacht, weil ich max. 10 kmh zu schnell gefahren bin und auf glatten Wegstuecken sogar langsamer als erlaubt. Jedenfalls hatte ich oefter den Fall, dass ein genervter LKW-Fahrer auf einer kurvigen Strasse mit null Sicht bei Schee und nicht gestreuter Fahrbahn an mir vorbeizog, weil ich nur 5 kmh schneller gefahren bin als erlaubt.
Eigentlich wollte ich an dem Tag bis Brønnøysund, aber das habe ich nicht ganz geschafft, weil ich liegengeblieben bin. Mitten in der Wildnis, im Dunkeln, bei leichtem Schneefall ging ploetzlich der Wagen aus. Ganz aus. Nicht mal mehr Warnblinklicht oder auch nur Standlicht gingen. Ich habe es dann noch geschafft, die Karre ca. 2 Meter den Hang hoch zu schieben, an den Strassenrand, damit ich zumindest nicht ganz auf der Strasse stand. Dann habe ich den naechsten Wagen angehalten, der vorbeifuhr und die Leute waren so nett, einen Abschleppdienst aus der naechsten Ortschafft zu rufen. Der brauchte etwas 20 min bis zu mir und dann etwa 30 min zurueck zur Werkstatt, weil er erst eine Moeglichkeit zum wenden finden musste. Mein Wagen ist wirklich an so ziemlich der unguenstigsten Stelle liegen geblieben. Jedenfalls hat der mich zur Werkstatt gefahren und festgestellt, dass was mit der Lichtmaschine nicht in Ordnung war (so `ne Art Wackelkontakt) und deshalb die Batterie leer war. Nachdem er die `ne Weile aufgeladen hatte und auch die Lichtmaschine wieder ging, bin ich dann mit zusammengebissenen Zaehnen weitergefahren und habe es auch bis zum naechsten Motel geschafft.
Fr, 30.1.: Der Wagen sprang an und lief, ich konnte also weiterfahren. Die Faehre nach Vevelstad habe ich natuerlich um etwa 10 Minuten verpasst und musste 1 1/2 Stunden auf die naechste warten, aber so gegen 14.30 Uhr kam ich total erledigt aber gluecklich in Vevelstad an. Hier bin ich dann erstmal zum Gemeindezentrum/Rathaus gegangen und habe mich nach einem Herren erkundigt, mit dem ich vorher per mail Kontakt hatte wegen Unterkunft und so. Im Gemeindezentrum wurde ich erstmal zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Anschliessend hat der rådmann (vermutlich sowas wie Kommunalrat) organisert, dass ich erstmal in einer Wohnung unterkommen kann, die eigentlich zum Krankenhaus gehoert.
Jedenfalls konnte ich mich das Wochenende ueber etwas entspannen und erholen und am Montag, den 2.2. hat mein neuer Job angefangen. Aber dazu, der Auto-Geschichte und zur Wohnungsituation spaeter mehr...
fredag 6. februar 2009
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